Katrin Schindele informiert sich über das breite Angebot der Malteser in Freudenstadt

Die Malteser sind vielen Menschen vor allem durch ihre Rettungswache bekannt, die mit ihren Standorten in Freudenstadt und Horb einen vierundzwanzigstündigen Rettungsdienst und Notarzt bietet. In den vergangenen Monaten nahm die Zahl der Einsätze deutlich zu. Nicht alle waren dabei immer Notfällen geschuldet, für welche der Rettungsdienst eigentlich gedacht ist. Neben solchen Einsätzen, welche Kapazitäten binden, werden die Einsatzkräfte auch in einigen Fällen durch aggressives Verhalten bei Eintreffen am Einsatzort behindert. Dabei leisten die hauptamtlichen und rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Freudenstadt seit vielen Jahren neben den Rettungsdiensten sehr viele weitere Dienste für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises und darüber hinaus.

„Eine Besonderheit im Landkreis Freudenstadt ist ein Spezialtransporter, welcher die Möglichkeit zum Transport von Menschen mit Übergewicht bietet, die in einem normalen Rettungswagen nicht mehr transportiert werden können. Neben den bekannten Rettungsdiensten bieten wir seit vielen Jahren unter anderem die bedeutenden Leistungen im Rahmen des Kinderhospizdienstes, die Seniorenbetreuung im Café Malta, sowie eine Rettungshundestaffel, die nicht gleichzusetzen ist mit den bei uns spezifisch ausgebildeten Begleit- und Besuchshunden. Die Idee des Hospizes geht dabei auf das erste Hospiz im Jerusalem des 11.Jahrhunderts zurück, welches ursprünglich für Reisende und Kranke initiiert wurde. Durch den allgemeinen medizinischen Fortschritt hat sich einerseits die Situation in Hinblick auf Behandlungsmöglichkeiten verbessert, andererseits ist die Thematik des Sterbens innerhalb der Gesellschaft immer weiter verdrängt worden. Gerade Kinder haben hinsichtlich von Todesfällen innerhalb der Familien andere Bedürfnisse, als etwa Erwachsene. An dieser Stelle, aber auch im Fall von Krankheiten oder Behinderungen, setzt die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes an und unterstützt und begleitet Kinder, die von solch tragischen Schicksalsschlägen betroffen sind,“ sagte Diana Schmidt.

Dabei hilft das Team des Kinderhospizdienstes ab der Diagnosestellung den Kindern und damit auch den Familien im Alltag. Die Leiterin Diana Schmidt übernimmt dabei die Koordination und schaut für jeden Fall individuell, welche Leistung am dringlichsten benötigt wird, sodass sie die umfänglich qualifizieren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt und passend einsetzen kann.

„Im Durchschnitt werden rund 12 Familien von etwa 23 Ehrenamtlichen betreut. Die Begleitung endet im besten Fall nach Gesundung der betroffenen Person. Wenn jemand verstirbt bleiben wir bis zu ca. ½ Jahr in der Familie. Über Presse und unsere Website versuchen wir auf die etwa alle 2 Jahre startenden Qualifizierungen für Ehrenamtliche aufmerksam zu machen und freuen uns über reges Interesse,“ so Diana Schmidt weiter.

„Damit dieses Angebot in der Bevölkerung noch besser bekannt und bestmöglich angenommen wird, ist die Vernetzung von verschiedenen Institutionen und Stellen und damit Möglichkeiten von größter Bedeutung. Die Finanzierung ergibt sich zum Teil durch die Krankenkassen und zum größeren Teil durch Spenden. Der Kinderhospizdienst und die Malteser im Allgemeinen freuen sich daher nicht nur über reges Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit, sondern auch über jede Spende,“ fügte Katrin Schindele an.

Die Seniorenbetreuung des Café Malta gibt es seit etwa 3 Jahren und findet einmal in der Woche statt. Dort werden etwa Café und Kuchen mit Gesprächen, aber auch gemeinsame Unternehmungen wie Basteln und Backen für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Pflegestufe angeboten.

„Das Miteinander im Café Malta soll aktivierend und positiv wirken, sowie auch Zugehörigkeit vermitteln. Für viele Menschen und ihre Angehörigen verändert sich durch eine Krankheit der Alltag beträchtlich und ein zurückziehen aus der Gesellschaft kann damit einhergehen. Durch unser Angebot wollen wir den Betroffenen Möglichkeiten zum Austausch von Tipps und Erfahrungen bieten, aber auch ganz einfach zum gesellschaftlichen Miteinander und sozialen Austausch,“ erklärte die fürs Café Malta Verantwortliche Daniela Kodweiß.

Besonders stolz ist Isolde Eppler, Kreisbeauftrage für den Bereich des Ehrenamts, auch auf die angesprochene Rettungshundestaffel, welche in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz in Freudenstadt etwa bei der Suche nach Vermissten eingesetzt werden können.

„Der Einsatz der Rettungshundestaffel kann im Notfall einen großen Unterschied ausmachen und sie leisten einen bedeutenden Beitrag zum Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Sie waren daher auch beim diesjährigen Bürgerempfang der CDU-Landtagsfraktion in Freudenstadt zu Gast, welcher unter der Prämisse auch eben jenes Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes lief. Die Zusammenarbeit der beiden Dienste der Malteser und des DRK, unter anderem auf diesem Gebiet, ist daher im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sehr zu begrüßen. Auch eine Ausweitung der Zusammenarbeit, etwa mit der Rettungshundestaffel der Polizei, kann zu einer Verbesserung des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes beitragen,“ bemerkte Katrin Schindele abschließend

« Jeder Beitrag hilft Speiseöl gab es zu jeder Zeit genug »